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Autor Thema: MAdoppelT - Hybrid  (Gelesen 1532 mal)

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Lu$tmolch

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MAdoppelT - Hybrid
« am: 9 Juni 2010, 00:30:36 »



Der österreichische Rapper MAdoppelT veröffentlicht mit "Hybrid" sein drittes Studio-Album nach "Null Uhr" (2004) und "Plan Leben" (2006). Dieses Werk erscheint jedoch auf dem Label Stoff Records. Im Review werden wir prüfen, wie sich der Longplayer im Vergleich zu Landsmann Chakuza (Linz) schlägt. Auf hochrangige Features wurde verzichtet. Die CD umfasst 13 Tracks bei einer Spielzeit von mehr als 48 Minuten. Der Opener "Zurück in die Zukunft" versetzt durch seinen positiven Vibe den Hörer in eine optimistische Stimmung. In diesem gut produzierten Tune geht es darum, wie schnell sich Zeiten ändern und die 80er-Geburtenjahrgänge aus dem Gameboy-Zeitalter rausgewachsen waren.

"es ist gut sich erwachsen zu verhalten, aber es ist nur noch besser sich sein Lachen zu behalten"

"Zeig mir wo du bist" ist einer der wenigen richtigen Party Bounce Tracks. MAdoppelT wirkt jedoch hier nicht so ganz in seinem Element. Der Beat hat einen Pharrell Touch und kommt mit einem Ludacris "Move Bitch" Sample daher. Lukas Hillebrand singt auf "Luft" entspannt den Chorus. "Frage der Zeit" besitzt mehr Abendball Flair. Ein langsamer Chick Track zum Tanzen in Sacko (Herren) und Abendkleid (Frauen). Er ist nicht so ganz mein Fall, weil sich das Album dadurch ein bisschen aus dem Rap Genre entfernt. Juici hilft bei diesem Stück aus mit Soul Gesang. Wegen der deutschsprachigen Reggae-Szene war ich gespannt auf das Thai Stylee Feature "Ich verrat's", jedoch habe ich schon bessere Crossover-Kollabos gehört. Auf dem folgenden Track "Lass es brennen" zeigt jedoch MAdoppelT, dass er gelungen in das Genre der jamaikanischen Musik abdriften kann. Im Text geht es Rasta typisch darum, dass er lieber vor dem Schlafen gehen kifft als frühs literweise Kaffee trinkt um wachzuwerden. "Wünsch dir was" verbreitet positive Stimmung wie bereits auf dem ersten Song, dabei wird auch mal schneller geflowed. Der Wiener rappt darüber, dass er keine Kellnerjobs machen will, um sich eine Spielekonsole leisten zu können - sondern mit Kohle sich sein eigenes Studio bauen möchte.

Fazit: Lyrisch ist das Album nicht schlecht, weil die ein oder andere merkenswerte Line oder Message rüberkommt - allerdings auch keine Meisterleistung. Einen Vergleich mit dem aktuellen Chakuza Album zu ziehen fällt schwer, da dieser eine ganz andere depressivere Stimmung anschlägt - MAdoppelT gibt sich hingegen locker auch wenn traurigere Stücke wie "Ich wünschte" oder "Lied ohne Name" auf der CD sind. "Hybrid" weißt viele Dancehall-Elemente und Soul-Abstecher auf. Es gibt keinen vergleichbaren Stil in Deutschland. Meine Anspieltipps sind Tracks 1 und 11.
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