
Mit Feel The Streets "The Real Masters of Hip Hop" bekommen wir eine neue Compilation serviert, die wahre Rap Klassiker aus den Pop Hymnen herausfiltern will. Ob es sich hierbei um eine gelungene Chronologie handelt und wieso ihr die Songs kennen solltet, wird im Review geklärt. Der Doppel-CD Sampler beinhaltet ganze 39 Tracks und hat eine Spielzeit von mehr als 2.5 Stunden.
CD-1 beginnt mit "Full Clip" von Gangstarr. Mobb Deep's "Shook Ones Pt II" dürfte nicht nur Eastcoast Old School Fans ein Begriff sein, sondern auch den Rap Fans der Neuzeit, die mit dem Track wahrscheinlich zum ersten Mal auf dem 8 Mile OST in Berührung gekommen sind. Danach machen wir einen weiteren Abstecher zum Ende der 90er: "Hard Knock Life" ist sicherlich eine der weltweit bekanntesten Jay-Z Singles und der Kinder Chorus ist ein Classic! Vor 'Pimp My Ride' war Xzibit ein anerkannter und respektierter MC. "Paparazzi" war vor dem Dre produzierten "X" seine Breakthrough Single, jüngeren Fans dürfte dieses Stück auf den Tony Hawk Pro Skater Soundtracks zum ersten Mal zu Ohren gekommen sein. Auf keiner Rap Chronologie darf natürlich der "Fu-Gee-La" fehlen, der die Kaputzenträger-Generation auch in Deutschland eingeleitet hat. "Ante Up" war neben "Cold as Ice" die bekannteste MOP Single zum Anfang des 21. Jahrhunderts. Selbst das One Hit Wunder Black Rob ("Whoa") ist vertreten und ratet mal mit welchem Tune? Die Mitte der 90er repräsentieren Cypress Hill auf dieser CD mit "Insane In The Brain".
Der erste Kracher auf CD-2 gehört LL Cool J mit "Doin' It". Egal aus welcher Generation man entsprungen ist, diese Platte wurde in jedem Club schon aufgelegt. Die Südstaaten werden zum ersten Mal richtig durch OutKast ("So Fresh So Clean") repräsentiert. Von Atlanta geht es dann allerdings wieder gleich zurück nach New York, denn der Wu-Tang Clan ist mit seiner markanten "Gravel Pit" Single auf der Compilation vertreten. Das Mic wird weitergereicht nach North Carolina: "Raise Up" bringt uns zurück ins Jahr 2001 zum T-Shirt ausziehen und kreisen lassen! Passend dazu folgt der kontemporäre T-Pain Track "Take Your Shirt Off", der jedoch hinter seinem riesigen Hit-Katalog zurückbleibt. Den ersten Abstecher nach Europa machen wir auch noch über Dizzee Rascal. Gegen Ende der zweiten CD finden wir uns im Jahr 2009 wieder: Florida's Single "Right Round" ist nicht nur aus dem Radio bekannt, sondern auch aus dem Sommer Blockbuster 'The Hangover'. Und dank "Hotel Room Service" kann noch in Pitbull's neuem Ibiza House Rap Genre gefeiert werden. Von Florida reisen wir dann hoch in den amerikanischen Norden, in dem Clipse mit "Grindin'" im Jahr 2002 Virginia auf die Landkarze gesetzt haben.
Fazit: Auf den beiden CD's sind viele Regionen, Hip Hop Subgenres, Jahrgänge und Legenden vertreten. Der Mix ist bunt und sehr umfangreich. Gerade für Rap Neulinge sollte dieser Rap Katalog als Referenz angesehen werden. Leider sind die US-Südstaaten ein bisschen unterrepräsentiert aufgrund der Tatsache, dass sie im Mainstream erst so richtig 2004/05 populär geworden sind.
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