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Autor Thema: Maschine mit Polen-Präsident Lech Kaczynski abgestürzt  (Gelesen 855 mal)

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Beim Landeanflug auf den Flughafen Smolensk (West-Russland) ist eine Maschine (Tupolew 154) mit Polens Präsident Lech Kaczynski (60) an Bord verunglückt. Das Flugzeug habe Feuer gefangen.

Der polnische Radiosender „Tok FM“ meldet, dass alle Passagiere ums Leben gekommen seien – auch Lech Kaczynski! Insgesamt waren 132 Menschen in der Tuplow TU-154. Ein russischer Gouverneur bestätigte den Tod Kaczynskis. Es gebe keine Überlebenden, sagte der Gouverneur im russischen Fernsehen.

Das Flugzeug war in Warschau gestartet, an Bord soll auch Kaczynskis Frau Maria (66) gewesen sein, so das polnische Außenministerium.

Kaczynski war auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn.   

Nach Berichten aus Warschau raste die Maschine beim Anflug auf den Flughafen in mehrere Bäume und fing Feuer. „Es sieht schlecht aus“, sagte der Sprecher des Außenministeriums kurz nach dem Unglück.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew wurde sofort über den Absturz südlich der Stadt Smolensk informiert. Zum Zeitpunkt des Absturzes 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des Zivilschutzministeriums Nebel. Die genaue Absturzsache ist noch unklar.
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Antw:Maschine mit Polen-Präsident Lech Kaczynski abgestürzt
« Antwort #1 am: 10 April 2010, 10:45:44 »
Zitat
Ein Flugzeug mit dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seiner Frau an Bord ist am Samstag bei der Landung auf dem Flughafen im russischen Smolensk abgestürzt. Das bestätigte das Außenministerium in Warschau. Russischen Medienberichten zufolge gibt es 87 Tote, dem Gouverneur der Region zufolge hat keiner der Passagiere das Unglück überlebt.

Ersten Meldungen zufolge raste die Maschine beim Anflug auf den Flughafen in mehrere Bäume und fing Feuer. "Es sieht schlecht aus", sagte auch der Sprecher des Außenministeriums.

Kaczynski war auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn.

Der 60-Jährige war seit Dezember 2005 Staatspräsident Polens. Zusammen mit seinem Bruder Jaroslaw gründete er die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Er trat für einen starken Staat ein und betonte stets nationale Werte. Lech Kaczynski war seit 1978 mit seiner früheren Studienfreundin Maria verheiratet. Das Paar hat eine Tochter.
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Antw:Maschine mit Polen-Präsident Lech Kaczynski abgestürzt
« Antwort #2 am: 10 April 2010, 11:31:38 »
Zitat
Insgesamt waren 132 Menschen in der Tupolew TU-154. Ein russischer Gouverneur bestätigte den Tod Kaczynskis. Niemand habe den Absturz überlebt, sagte der Politiker im Fernsehen.

VIELE POLITIKER TOT

An Bord des Flugzeugs waren neben Kaczynski weitere polnische Politiker: Ryzard Kaczorowski († 90), Polens letzter Staatspräsident im Londoner Exil, und Polens ehemaliger Verteidigungsminister Jerzy Szmajdziński († 58), Kaczynskis Büro-Leiter Władysław Stasiak, Polens Ex-Verteidigungsminister Aleksander Szczygło (†56), der ehemalige Arbeitsminister Paweł Wypych (†42), Jerzy Bahr, Polnischer Botschafterin Russland.

Das Flugzeug war in Warschau gestartet, an Bord soll auch Kaczynskis Frau Maria (66) gewesen sein, so das polnische Außenministerium.

Kaczynski war mit einer Delegation auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn.   

Nach Berichten aus Warschau raste die Maschine beim Anflug auf den Flughafen in mehrere Bäume und fing Feuer. „Es sieht schlecht aus“, sagte der Sprecher des Außenministeriums kurz nach dem Unglück.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew wurde sofort über den Absturz südlich der Stadt Smolensk informiert. Zum Zeitpunkt des Absturzes um 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des Zivilschutzministeriums Nebel. Die genaue Absturzsache ist noch unklar.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle, der sich zurzeit auf Südafrika-Reise befindet: „Ich bin tief betroffen vom Tod des polnischen Präsidenten. Es ist ein furchtbares Unglück, eine furchtbare Tragödie. Mir persönlich geht die Nachricht sehr nahe. Kaczynski war ein sehr kluger, energischer Gesprächspartner. Wir trauern mit dem polnischen Volk. Wir verlieren eine Persönlichkeit, auf die auch Europa bauen konnte. Deswegen ist es vor allem für uns Deutsche ein Moment, wo wir innehalten, wo wir trauern und unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Das ganze deutsche Volk ist mit dem polnischen Volk tief verbunden in dieser Stunde.“
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Antw:Maschine mit Polen-Präsident Lech Kaczynski abgestürzt
« Antwort #3 am: 10 April 2010, 13:08:08 »
Zitat
Kaczynski war mit einer Delegation auf dem Weg zu einer Gedenkfeier für die Ermordung polnischer Soldaten durch den sowjetischen Geheimdienst vor 70 Jahren im russischen Katyn.

An Bord des Flugzeugs befanden sich zahlreiche polnische Politiker: Polens ehemaliger Staatspräsident Ryzard Kaczorowski († 90), Vize-Parlamentschef Jerzy Szmajdziński († 58), Kaczynskis Büro-Leiter Władysław Stasiak, Polens Ex-Verteidigungsminister Aleksander Szczygło († 56), der ehemalige Arbeitsminister Paweł Wypych († 42), Vize-Außenminister Andrzej Kremer, Generalstabs-Chef Franciszek Gagor, Polens Botschafter in Russland, Jerzy Bahr, der Diplomat Mariusz Handzlik (†45), der Abgeordnete Grzegorsz Dolniak (†50), Ex-Minister Przemysław Gosiewski (†55), Militär-Bischof Tadeusz Ploski (†54), der bekannte polnische Historiker Janusz Kurtyka (†49), der Chef der polnischen Zentralbank Slawomir Skrzypek (†56).

EX-PRÄSIDENT LECH WALESA: „DIE ELITE DER NATION IST TOT!“

Das Flugzeug war in Warschau gestartet, an Bord soll auch Kaczynskis Frau Maria (66) gewesen sein, so das polnische Außenministerium.

Nach Berichten aus Warschau streifte die Maschine beim Anflug auf den Flughafen mehrere Bäume, stürzte ab und fing Feuer – nur wenige Hundert Meter vor der Landebahn des Flughafen Sewerny. Sie sei in mehrere Stücke zerbrochen, sagte Gouverneur Antufijew.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew wurde sofort über den Absturz südlich der Stadt Smolensk informiert. Zum Zeitpunkt des Absturzes um 10.50 Uhr Ortszeit (8.50 MESZ) herrschte nach Angaben des Zivilschutzministeriums Nebel. Die genaue Absturzsache ist noch unklar.

WESTERWELLE TIEF BETROFFEN

Bundesaußenminister Guido Westerwelle, zurzeit in Südafrika: „Ich bin tief betroffen vom Tod des polnischen Präsidenten. Es ist ein furchtbares Unglück, eine furchtbare Tragödie. Mir persönlich geht die Nachricht sehr nahe. Kaczynski war ein sehr kluger, energischer Gesprächspartner.“

Seinen ersten Antrittsbesuch hatte der Außenminister am 30. Oktober 2009 in Warschau absolviert, war dort auch mit Kaczynski zusammengetroffen.

Westerwelle: „Wir trauern mit dem polnischen Volk. Wir verlieren eine Persönlichkeit, auf die auch Europa bauen konnte. Deswegen ist es vor allem für uns Deutsche ein Moment, wo wir innehalten, wo wir trauern und unser Mitgefühl zum Ausdruck bringen. Das ganze deutsche Volk ist mit dem polnischen Volk tief verbunden in dieser Stunde.“

MERKEL „ZUTIEFST BESTÜRZT“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich „zutiefst bestürzt“. Am Rande eines Besuchs beim Einsatzführungskommando in Schwielowsee (bei Potsdam).

Polens Regierungschef Donald Tusk brach in Tränen aus, als er vom Tod Kaczynskis hörte.

Er rief eine Sondersitzung des Kabinetts ein. Die Minister seien bereits auf dem Weg in die Hauptstadt Warschau, sagte Regierungssprecher Pawel Gras. Die Regierung soll am Nachmittag zusammenkommen.

Nach der polnischen Verfassung übernimmt der Chef des Abgeordnetenhauses nach dem Tod Kaczynskis die Geschäfte des Staatschefs.
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Antw:Maschine mit Polen-Präsident Lech Kaczynski abgestürzt
« Antwort #4 am: 10 April 2010, 15:41:59 »
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Das Flugzeug vom Typ Tupolew TU-154 hebt um 7.23 Uhr (MEZ) planmäßig auf dem Flughafen Frederik Chopin in Warschau ab.

• Die Maschine des polnischen Präsidenten war 26 Jahre alt. Sie wurde im vergangenen Dezember in einem Flugzeugwerk in Russland generalüberholt, wie der Direktor des Awiakor-Werks in Samara, Alexej Gusew, dem russischen TV-Sender Rossija-24 sagte. Lange schon will Polen die als unsicher geltenden russischen Flugzeuge austauschen. Bisher fehlte aber das Geld dafür.

• An Bord des Todes-Jets: Der polnische Präsident Lech Kaczynski, seine Frau Maria, polnische Spitzenpolitiker, Militärs – ein Großteil der polischen Elite. Darunter Polens ehemaliger Staatspräsident Ryzard Kaczorowski († 90), Vize-Parlamentschef Jerzy Szmajdziński († 58), Kaczynskis Büro-Leiter Władysław Stasiak, Polens Ex-Verteidigungsminister Aleksander Szczygło († 56), der ehemalige Arbeitsminister Paweł Wypych († 42), Vize-Außenminister Andrzej Kremer, Generalstabs-Chef Franciszek Gagor, Polens Botschafter in Russland, Jerzy Bahr, der Diplomat Mariusz Handzlik († 45), der Abgeordnete Grzegorsz Dolniak († 50), Ex-Minister Przemysław Gosiewski († 55), Militär-Bischof Tadeusz Ploski († 54), der bekannte polnische Historiker Janusz Kurtyka († 49), Zentralbank-Chef Slawomir Skrzypek († 56).

• Laut Piotr Pszkowski, Sprecher des polnischen Außenministeriums, waren 89 Personen auf der Passagierliste. Allerdings habe eine Person nicht eingecheckt.

• Kaczynski und seine Begleiter sind auf dem Weg nach Katyn, 20 Kilometer von der russischen Provinzstadt Smolensk entfernt. Sie wollen der polnischen Opfer des Massakers gedenken, das sowjetische Geheimpolizisten 1940 dort an rund 22 000 polnischen Offizieren und Intellektuellen verübten.

• Etwa eine Stunde nach dem Start in Warschau: Die Maschine ist im Luftraum von Weißrussland, beginnt den Landeanflug auf Smolensk. Weißrussische Fluglotsen warnen aus dem zuständigen Tower: Es herrscht dichter Nebel über dem Flughafen Smolensk! Sie empfehlen dem Piloten deshalb, in der weißrussischen Hauptstadt Minsk oder in Moskau zu landen.

• DOCH DER PILOT ENTSCHEIDET SICH ANDERS. ER WILL UNBEDINGT IN SMOLENSK LANDEN! Möglicher Grund: Die Gedenkfeier in Katyn sollte um 10 Uhr (MEZ) beginnen. Wäre die Maschine nicht in Smolensk gelandet, hätte Kaczynski diesen für ihn so wichtigen Termin verpasst.

• Dreimal setzt der Pilot im Nebel zur Landung an. Immer wieder muss er im letzten Augenblick durchstarten.

• Gegen 8.50 Uhr (MEZ) versucht der Pilot es ein viertes Mal. Doch er verliert die Kontrolle, schafft es nicht bis zur Landebahn. Das Flugzeug streift die Baumkronen, kracht in den Wald, zerbricht in viele Teile und fängt Feuer.

• Flammen schlagen aus dem Wrack. Es gibt mehrere kleine Explosionen. Überall steigt dichter Rauch auf. Für die 96 Insassen gibt es keine Rettung.

• 9.23 Uhr die erste Meldungen von dem Flugzeugabsturz. Als erster TV-Sender berichtet N24 in Deutschland.

• 9.54 Uhr die offizielle Mitteilung: Der Gouverneur der Region Smolensk berichtet, dass der polnische Präsident Lech Kaczynski bei dem Flugzeugabsturz in Russland ums Leben gekommen sei.

• 10.02 Uhr: Der Gouverneur von Smolensk meldet vom Absturz-Ort per Telefon: Es gibt keine Überlebenden!

• 11.01 Uhr: Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle spricht von einer fürchterlichen Tragödie und einer „tragischen Stunde für das Nachbarvolk".

• 11.06 Uhr Bundeskanzlerin Merkel äußert sich: „Ich bin zutiefst bestürzt über den Absturz und den Tod des polnischen Präsidenten.“
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