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Autor Thema: GFM - Blut Auf Den Strassen  (Gelesen 1361 mal)

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Lu$tmolch

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GFM - Blut Auf Den Strassen
« am: 10 März 2010, 17:13:26 »



Zu den Künstlern dieses Tonträgers, der am 26. Februar 2010 auf Ruffiction erschien, war mir vorher nicht viel bekannt. Die beiden MC's heben sich jedoch allein schon dadurch von der Masse der Rapper ab, dadurch dass sie Veganer sind und ihnen Umweltschutz ein wichtiges Thema ist. Ein ungewöhnlicher Blickwinkel also für ein Straßenrap Duo aus dem Untergrund. Das Intro sampled eine Szene aus einem Mafiosi-Film, passend um die Bezeichnung Goodfellas Mafia zu rechtfertigen. Auf "9 mm Drive-By" geht es dann entsprechend los. Die Jungs machen hier Musik für Außenseiter, Gesocks und Straße und holen die "Ketten raus wie Autofahrer bei Glatteis".  Dabei streuen sie sogar noch ein nettes Sample aus Old School TV Total Zeiten ein. "Most Hated" ist wie ein guter Teil der CD sehr nachdenklich gehalten auf einen Geigen Beat. Diese tieferen Stücke wechseln sich ständig mit vollgepackten Upempo Beats ab wie "36 Stichwunden", der mit Orchester-Tönen und Soprano Style Lyrics glänzt. In den meisten Tracks findet das Fitnesstudio Hobby der Veganer Erwähnung. ("Street Fighter") Auf dem Titeltrack, der zu meinen Favoriten gehört, geht es jedoch wieder melancholischer zu mit sanfter Flöten Begleitung im Hintergrund. Die Texte sollen jeden Sommertag dunkel wirken lassen, an dem man in einem italienischen Café auf Pflastersteinen an der Straße sitzt und seine Taten Revue passieren lässt. Spätestens nach "Ewiger Regen" fällt auf, dass die traurigeren Stücken den beiden MC's besser gelingen als die aggressiven schnellen Straßen Hymnen. Auf Track 11 verwechselt der Hörer die Flows der Feature Gäste leicht mit King Orgasmus oder Shiml. "Kennst du das Gefühl?" soll Allen mit Problemen im Leben wieder Hoffnung machen - sei es aufgrund Suizid-Tendenzen, laufenden Gerichtsverfahren oder bevorstehenden Knastaufenthalten. Anstatt auf "Nachts" Oralverkehr zu glorifizieren, wurde ein französisch sprechender Gast-MC auf den Piana Beat geholt. Den Abschluss macht "Zwei der übelsten Sorte": flotte Flows für McFit Gym Rats und Thaiboxer treffen hier auf bedrohlich Straßenbeats. Nach einer kleinen Paus folgt danach noch eine Bonus Einlage in Form eines kurzen Abstechers in den Metal Bereich.

Fazit: Die beiden Veganer liefern hier Untergrund Kenner einen ziemlich rohen Sonnen. Es fällt auf, dass jemand sich zu langen im Mafia Flick Regal der lokalen Videothek aufgehalten hat. Deshalb kommt auch teilweise richtig italienisches Flair auf. Schade, dass nur auf ihren Gewichte stemmenden und Kampfsport ausübenden Lifestyle eingegangen wird und nicht auch noch auf ihre Ernährungsphilosophien. Ähnlich wie viele Berliner Untergrund Künstler zollen sie auf Track 17 noch dem ungeschlagenen UFC Halbschwergewicht-Champion Lyoto Machida Tribut.


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