Birdman - Pricele$$
1. Intro 1:47
2. Been About Money 4:11
3. Money To Blow (Featuring Drake & Lil Wayne) 4:18
4. Money Machine 3:21
5. Priceless (Featuring Lil Wayne) 5:33
6. Bring It Back (Featuring Lil Wayne) 4:21
7. Nightclub 4:36
8. 4 My Town (Play Ball) (Featuring Drake & Lil 4:21
Wayne)
9. Hustle (Featuring Gudda) 4:22
10.Shinin (Featuring T-Pain) 3:30
11.Mo Milly (Featuring Drake & Bun B) 4:11
12.I Want It All (Featuring Lil Wayne & Kevin Rudolf) 3:16
13.Always Strapped (Remix) (Featuring Lil Wayne & 4:30
Mackmaine)









Bryan Williams a.k.a Baby a.k.a Birdman präsentiert uns mit Pricele$$ sein neuestes Werk, das lediglich 3 Solotracks von ihm beinhaltet. Mit Künstlern wie Drake und lil Wayne ist sein Label Cash Money Records wohl kaum aus den Charts wegzudenken und mit diesem Release will er an Erfolge wie "Like father like son" oder "Fast Money" anknüpfen, mit denen er die Charts in den vergangenen Jahren gestürmt hat. Mit den Singles "Money to blow" und "Always Strapped" haben die ersten beiden Singles des Albums schon reichlich Airplay bekommen und die amerikanischen Charts gestürmt.
Logischerweise ist auch dieses Release von CMR nicht gespickt von lyrischen Ergüssen oder tiefen Texten, aber das erwartet man bei einem Artist wie Birdman auch nicht. Die Texte drehen sich mehrheitlich um Geld selbst, Geld verdienen und Geld ausgeben. Erfrischend wirken da Songs wie "Pricele$$", bei dem lil Wayne mal wieder seine rockige Ader rauslassen darf. Dies scheint der erste Track zu sein, bei dem das Konzept stimmig ist und der sonst nervige Autotune- Gesang zu einem Lied mit Gitarrensample passt. Fraglich ist nur, ob die CMR Artists den Absprung von der Autotune-Welle noch rechtzeitig schaffen, bevor der Trend komplett abgeflacht ist.
Ein weiteres Highlight der CD ist der Track "4 My Town". Ein toller Beat mit Hookline von Drake und ganz einfach die Tatsache, dass endlich mal ein Lied ohne Autotune ist, sorgen für Abwechslung. Denn die ständigen Autotune Hooklines wiederholen sich und machen die Tracks trotz teilweise toller Produktionen wie bei "Nightclub" kaum voneinander unterscheidbar. Das typische Trackschema, bei dem Birdman über Geld rappt, während Lil Wayne die Hookline in Autotune krächzt wiederholt sich schlichtweg zu oft. Bei dem Track "Shinin" wird Lil Wayne durch T-Pain ersetzt, aber auch dieser Song ist leider enttäuschend.
Letztendlich bekommt das Album aber nochmal eine Kurve nach oben und zeigt mit den letzten drei Tracks doch noch einmal, dass es sein Geld wert ist. "Mo Milly" hat bei mir schon beim schieren Lesen der Tracklist Erwartungen geweckt, die von Bun, Drake und Birdman vollends erfüllt wurden. Ein lässiger Beat, der stark an das Original von "the Carter 3" anlehnt, unterstreicht die herkunft. Mit "I want it all" steuert Birdman noch seinen Beitrag zur derzeitigen Elektro Welle in der Rapmusik bei, deren Clubtauglichkeit ja schon von Pitbull und Three Six Mafia bewiesen wurde. Ob man diesen Trend nun mag oder nicht, muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Der beste Track des Albums ist zugleich der letzte - bei dem Remix zu "Always Strapped" passt einfach alles. Beat, Hookline und Verses bilden eine schöne Einheit, die nur durch den G-Mix bei dem noch Rick Ross und Young Jeezy vertreten sind getoppt werden kann.
Alles in allem wirkt das Album etwas lieblos, es kommt trotz diverser guter Tracks nicht an seine Vorgängeralben ran. Das mag daran liegen, dass das Album ein wenig konzeptlos erscheint. Zu oft denkt man sich, "oh Gott warum folgt auf Track A nun Track B?" - Birman schafft es nicht eine Grundstimmung zu schaffen, die er mit seinen Songs verändert. Sondern sobald ein Song eine Stimmung aufgebaut hat wird diese zumeist vom nächsten Track zerstört. Außerdem gibt es auf dem Album zu viele Tracks, bei denen man sorglos die Skip Taste drücken kann, bei lediglich 12 Tracks + Intro ein Armutszeugnis. Deshalb kann ich trotz meiner Vorliebe für Baller Rap nicht mehr als 6/10 Kronen geben und lasse dabei noch Gnade walten.