Seiten: [1]   Nach unten

Autor Thema: UFC 107: Penn vs. Sanchez  (Gelesen 502 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Lu$tmolch

  • rapz.de moderator
  • ******
  • Credibility: +32/-160
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 15607
  • "We have a situation right here"
    • Profil anzeigen
    • WWW
UFC 107: Penn vs. Sanchez
« am: 24 Oktober 2009, 19:18:14 »


UFC Lightweight Championship
BJ Penn (c) (14-5-1) vs. Diego Sanchez (23-2)

Die Fans der UFC können sich in diesen kalten Tagen auf ein heißes Jahresende gefasst machen. Nachdem die Hauptkämpfe für die kommenden drei Veranstaltungen bereits seit geraumer Zeit bekannt sind, kündigte die UFC in der vergangenen Woche die Hauptattraktion für UFC 107 am 12. Dezember an: BJ Penn wird im FedExForum in Memphis, Tennessee seinen Leichtgewichtstitel gegen Diego Sanchez aufs Spiel setzen.

„In diesem Sport brauchen die Kämpfer manchmal Jahre, ehe sie die Gewichtsklasse gefunden haben, die für sie am Besten ist“, sagte UFC-Präsident Dana White. „Ich glaube, es steht außer Frage, dass BJ Penn und Diego Sanchez im Leichtgewicht endlich ihr Zuhause gefunden haben. Beim Hauptkampf von UFC 107 wird man den besten Penn und den besten Sanchez aller Zeiten sehen. BJ hat in dieser Gewichtsklasse seit Jahren nicht verloren und Diego wirkte in seinen beiden Leichtgewichtskämpfen unaufhaltsam. Wenn sich diese Beiden in der Mitte des Octagons treffen, wird unser erster Trip nach Memphis ein Ereignis, das die Kampfsportfans niemals vergessen werden.“

Seit Penn den vakanten Leichtgewichtstitel im Januar 2008 bei einem Kampf gegen Joe Stevenson gewann, standen ihm nur erstklassige Herausforderer gegenüber. Erstklassige Herausforderer, die der 30-Jährige mit Leichtigkeit besiegte. Erst schlug er den ehemaligen Champion Sean Sherk durch TKO, dann beendete er die lange Siegesserie von Kenny Florian mit einem Rear Naked Choke.

„Ich kann es kaum erwarten, den Titel zu verteidigen“, sagte Penn. „Ich weiß, was für eine Art von Kämpfer Diego Sanchez ist und ich trainiere sehr hart. Das wird ein guter Test für mich.“

Es heißt zwar häufig, der nächste Gegner sei immer der schwerste, doch in diesem Fall könnte dieser Ausspruch nicht treffender sein. Sanchez gewann als Mittelgewicht die erste Staffel von The Ultimate Fighter und kämpfte sich danach im Weltergewicht in die oberste Spitze der Weltranglisten hoch, ehe er in diesem Jahr ins Leichtgewicht wechselte, wo der 27-Jährige Punktsiege über Joe Stevenson und Clay Guida einfuhr.

„Ich wollte immer gegen die Besten antreten“, sagte Sanchez. „Ich habe so hart dafür gearbeitet und jetzt erhalte ich endlich eine Chance auf den Titel. Ich trainiere so viel wie niemals zuvor und erwarte eine kompromisslose Schlacht.“

Am 12. Dezember wird es außer diesem Leichtgewichtstitelkampf auch zur Auseinandersetzung zweier Schwergewichte kommen, die einiges zu beweisen haben. Frank Mir, der bei der historischen Veranstaltung UFC 100 von Brock Lesnar auseinander genommen wurde, trifft auf Cheick Kongo, der beim Deutschlanddebüt der UFC im Juni drei Runden lang von Cain Velasquez Prügel bezog. Der Gewinner könnte direkt wieder ins Titelgeschehen eingreifen, während der Verlierer die Schwergewichtsleiter wieder ganz von unten hochklettern muss.

Außerdem steht im Weltergewicht ein Kampf zwischen zwei brasilianischen Thiagos auf dem Programm: Thiago Alves tritt gegen seinen Landsmann Paulo Thiago an. Paulo Thiago bekommt in der UFC einen schweren und unangenehmen Gegner nach dem anderen vorgesetzt. Nachdem er in seinem Debüt Josh Koscheck ausknockte, steckte er gegen dessen Teamkollegen Jon Fitch eine Punktniederlage ein. Nun muss er gegen Thiago Alves ran, der bei UFC 100 dem Weltergewichtschampion Georges St. Pierre in einem Titelkampf deutlich nach Punkten unterlag, zuvor jedoch sieben eindrucksvolle Siege in Folge feierte.

Bevor es zu diesen drei spannenden Duellen kommt, wird zunächst Lyoto Machida seinen Halbschwergewichtstitel nächste Woche bei UFC 104 gegen Mauricio „Shogun“ Rua verteidigen müssen. Am 14. November wird die lebende Legende Randy Couture bei UFC 105 in England seinen ersten – und vermutlich einzigen – Kampf auf europäischem Boden bestreiten. Sein Gegner: Brandon Vera. Nur eine Woche später kommt es bei UFC 106 zum Aufeinandertreffen der Schwergewichtskolosse Brock Lesnar und Shane Carwin.

Das DSF überträgt UFC 107 am 19. Dezember ab 23 Uhr.
Gespeichert

Lu$tmolch

  • rapz.de moderator
  • ******
  • Credibility: +32/-160
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 15607
  • "We have a situation right here"
    • Profil anzeigen
    • WWW
Antw:UFC 107: Penn vs. Sanchez
« Antwort #1 am: 24 November 2009, 16:31:46 »
UFC 107 Trailer Penn vs Sanchez


BJ Penn regiert das Leichtgewicht seit acht Jahren mit eiserner Faust. Er ist dort ungeschlagen und hält unter anderem Siege über Joe Stevenson, Sean Sherk und Kenny Florian. "The Prodigy" wird nun abermals alles aufs Spiel setzen, wenn er gegen den Sieger der ersten Staffel von The Ultimate Fighter®, Diego "Nightmare" Sanchez, verteidigt. Der Herausforderer hat sich im Leichtgewicht neu erfunden als eine Kardio-Maschine, die erst dann zum Stillstand kommen wird, wenn sie den Weltmeisterschaftsgürtel um die Hüften trägt.

Außerdem kehrt der zweimalige frühere UFC Schwergewichtsmeister Frank Mir ins Octagon zurück - auf dem Weg zu einer dritten Weltmeisterschaft. Doch dazu muss das Brazilian-Jiu-Jitsu-Ass erst einmal am gefürchteten Striker Cheick Kongo aus Frankreich vorbei. Und Kongo weiss, dass ein Sieg gegen Mir ihn einen gewaltigen Schritt näher an seinen ersten Titelkampf überhaupt bringen wird.

UFC 107: Penn vs. Sanchez - am Samstag, den 19. Dezember ab Mitternacht im DSF.


Quoten bet365.com:

BJ Penn v Diego Sanchez 1.33 3.25
Clay Guida v Kenny Florian 2.62 1.50
« Letzte Änderung: 24 November 2009, 16:36:26 von Lu$tmolch »
Gespeichert

Lu$tmolch

  • rapz.de moderator
  • ******
  • Credibility: +32/-160
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 15607
  • "We have a situation right here"
    • Profil anzeigen
    • WWW
Antw:UFC 107: Penn vs. Sanchez
« Antwort #2 am: 30 November 2009, 23:10:47 »
Preview of UFC 107: Penn vs Sanchez
Gespeichert

Lu$tmolch

  • rapz.de moderator
  • ******
  • Credibility: +32/-160
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 15607
  • "We have a situation right here"
    • Profil anzeigen
    • WWW
Antw:UFC 107: Penn vs. Sanchez
« Antwort #3 am: 12 Dezember 2009, 05:19:47 »


MAIN CARD
•B.J. Penn (155) vs. Diego Sanchez (154.5)<
•Cheick Kongo (239) vs. Frank Mir (264.5)
•Kenny Florian (156) vs. Clay Guida (156)
•Paul Buentello (255) vs. Stefan Struve (247)
•Jon Fitch (171) vs. Mike Pierce (171)

PRELIMINARY CARD
•Alan Belcher (195) vs. Wilson Gouveia (193)
•Shane Nelson (156) vs. Matt Wiman (156)
•Ricardo Funch (171)^ vs. Johny Hendricks (171)%•Lucio Linhares (185) vs. Rousimar Palhares (186)
•Edgar Garcia (171)* vs. DaMarques Johnson (171)+•Kevin Burns (171) vs. T.J. Grant (171)

< - Sanchez initially weighed 156 pounds but stripped down and made weight on his second attempt.
% - Hendricks initially weighed 172 pounds, then 171.5 pounds, but stripped down and made weight on his third attempt.
^ - Funch initially weighed 171.5 pounds but stripped down and made weight on his second attempt.
* - Garcia weighed two pounds over the allowed 171-pound limit, but he re-weighed after the official ceremonies and made weight.
+ - Johnson initially weighed 171.5 pounds but stripped down and made weight on his second attempt.
Gespeichert

Lu$tmolch

  • rapz.de moderator
  • ******
  • Credibility: +32/-160
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Männlich
  • Beiträge: 15607
  • "We have a situation right here"
    • Profil anzeigen
    • WWW
Antw:UFC 107: Penn vs. Sanchez
« Antwort #4 am: 12 Dezember 2009, 18:25:16 »
BJ Penn, Diego Sanchez und die Frage nach der größeren Willensstärke

Bei der letzten Veranstaltung in diesem Jahr geht es noch einmal heiß her. BJ Penn wird im Hauptkampf von UFC 107 seinen Leichtgewichtstitel gegen Diego Sanchez verteidigen. Wenn man den Herausforderer fragt, dann ist der Ausgang am 12. Dezember bereits klar: Er verfügt über den größeren Kampfgeist, also wird er der neue Champion. Aber Penn hat im Verlauf seiner Karriere gelernt, wie mit übermotivierten Gegnern umzugehen ist.

„Ich bin jemand, der an jeden Kampf hohe Erwartungen knüpft, also spüre ich keinen zusätzlichen Druck“, erzählt der 28 Jahre alte Sanchez. „Ich denke, dass es bei jedem Kampf denselben Druck gibt, denn jeder Kampf ist gleich wichtig. Aber dieser Kampf ist trotzdem etwas Besonderes für mich. Zum ersten Mal in meiner Karriere kämpfe ich um eine Weltmeisterschaft und, noch wichtiger, gegen BJ Penn. Der ist wahrscheinlich das dominanteste Leichtgewicht in der Geschichte der UFC und ich warte seit langer Zeit auf den Kampf gegen BJ Penn, denn ich wusste, dass BJ Penn den besten Diego Sanchez hervorbringen würde und wenn Diego Sanchez gegen BJ Penn kämpft, wird das auch den besten BJ Penn hervorbringen. An diesem Abend werden wir an unsere Grenzen gebracht und wir werden sehen, wer mehr Kampfgeist hat und wer der beste Kämpfer ist – darauf wird es letzten Endes ankommen, denn ich bin der Meinung, dass wir uns in allen Bereichen des Sports ebenbürtig sind.“

Sanchez hat nicht Unrecht, wenn er Penn als das dominanteste Leichtgewicht in der Geschichte der UFC bezeichnet. Gewinnt der 30 Jahre alte Hawaiianer am Samstag, wird er auf gleicher Ebene mit Jens Pulver stehen, was die meisten erfolgreichen Leichtgewichtstitelverteidigungen, die meisten erfolgreichen Titelverteidigungen hintereinander und die meisten gewonnenen Leichtgewichtstitelkämpfe angeht. Penn hält bereits den Leichtgewichtsrekord für die meisten Titelkämpfe (momentan fünf), die meisten Titelkampfrunden (19), die meisten Knockouts in Titelkämpfen (einer) und die meisten Aufgabesiege in Titelkämpfen (zwei).

Das sind nur Zahlen, aber betrachtet man sich einmal genauer seine Kämpfe und seine Kampfbilanz, wird einem vor Augen geführt, wie gut Penn wirklich ist. Er gewann im Weltergewicht gegen Georges St. Pierre und Matt Hughes und erkämpfte sogar den Titel in dieser Gewichtsklasse, er hat zwei Mitglieder der berühmten Gracie-Familie klar besiegt, er ging mit dem amtierenden Halbschwergewichtschampion Lyoto Machida über die volle Distanz und im Leichtgewicht gewann er in der UFC neun von elf Kämpfen. Wie gedenkt Sanchez, einen Kämpfer mit solch einem Lebenslauf zu schlagen?

„Nummer eins, man muss fit sein und eine gute Strategie haben“, erklärt Sanchez. „Ich glaube, dass wir eine gute Strategie haben und ich befinde mich in einer großartigen körperlichen Verfassung. Nummer zwei ist die mentale Verfassung – ich hatte nie Probleme, mit Druck umzugehen. Nummer drei bedeutet, mit einer inneren Einstellung in den Käfig zu gehen, dass ich der Champion und der Beste bin. Dann werde ich diesen Kampf dominieren und ich werde ihn gewinnen. Darum sind Champions die Champions – weil sie diese Mentalität haben und wahrhaft daran glauben und den Glauben in ihrem Herzen tragen, dass sie das erreichen können. So etwas hatte ich schon immer und dieser Glauben hat mich durch meine Karriere hinweg begleitet.“

Sanchez spricht viel über den mentalen Aspekt des Sports, aber er weiß auch um die Bedeutung der Fitness. „Für meine bisherigen beiden Kämpfe im Leichtgewicht habe ich mich selbst um meine Kraft und Kondition gekümmert“, sagt er. „Also habe ich einen der besten Trainer engagiert, Steve Maxwell, und ich habe das Gefühl, dass ich dadurch viel stärker wurde und sich meine Ausdauer sehr verbessert hat. Alles ist sprunghaft angestiegen. Neulich habe ich im Sparring zehn fünf Minuten lange Runden absolviert, immer mit frischen Trainingspartnern. Wir haben einfach alles auf ein neues Level angehoben, aber wir waren auch intelligent, indem wir eine Balance gefunden haben, um ein Übertraining zu vermeiden. Es ist eine Wissenschaft und wir haben wirklich gute Arbeit geleistet. Wir sind bereit, einen eindrucksvollen Sieg einzufahren.“

„Ich denke, dass die Leute immer meine Kondition ins Spiel bringen werden“, grinst Penn. „Jeder sucht verzweifelt nach einem Weg, wir er mich besiegen kann. Und sie denken nicht: ‚Oh, ich werde ihn zur Aufgabe zwingen!’ oder ‚Ich werde ihn ausknocken!’ Sie suchen nach allem, was sie kriegen können, also erwähnen sie die Sache mit der Kondition. Diese Typen sollten sich daran erinnern, dass ich gegen Sean Sherk gekämpft habe und der soll ein Konditionsmonster sein. Ich habe gegen Kenny Florian gekämpft und der wird nie müde. Ich habe gegen Caol Uno gekämpft und auch der wird nie müde. Ich habe über die Jahre gegen so viele Leute gekämpft, aber die greifen sich immer nur das eine heraus. Niemand will, dass irgendjemand perfekt ist und sie suchen nach etwas, worüber sie reden können. Ich bin großartig in Form. Aber selbst nach diesem Kampf wird mein nächster Gegner sicherlich wieder behaupten, dass das der Weg sei, mich zu schlagen.“

Sanchez wird am Samstagabend über alle Maßen motiviert ins Octagon steigen: „Penn ist mein bislang härtester Gegner und ich muss sagen, er ist wahrscheinlich auch der Gegner mit den meisten Fähigkeiten, dem ich mich bislang stellen musste. Es wird ein guter Kampf. Wir bringen beide alles, was wir haben, aber am Ende werde ich mehr haben.“

„Sanchez erzählt jedem, dass er eine Konditionsmaschine wäre und dass er einer ist, der mich im Stand hart treffen, dann auf den Boden werfen und mich mit Ground & Pound eindecken wird“, schmunzelt Penn. „Und er denkt, er könnte meinen Willen brechen. Also weiß ich schon, was er vorhat. Ich denke, dass es für mich viel gefährlicher wäre, wenn ich über all diese Dinge nicht Bescheid wüsste. Ich weiß, dass es sein oberstes Anliegen ist, meinen Willen zu brechen und da das Wissen schon die Hälfte der Schlacht ist und ich genau weiß, wie ich gegen so etwas ankämpfe, muss ich diesem Mann des Willens zeigen, was Wille wirklich ist. So wie bei jedem halt.“
---

Florian und Guida im Kampf des Jahres?

Was haben Kenny Florian und Clay Guida gemeinsam? Sie haben ihren jeweils letzten Kampf gegen einen der Teilnehmer des Leichtgewichtstitelduells bei UFC 107 verloren. Und weiter? Sie bestreiten keine langweiligen Kämpfe! Ihre Auseinandersetzung an diesem Samstag bei der ersten UFC-Veranstaltung in Memphis, Tennessee hat daher nicht nur das Potential zum besten Kampf des Abends, sondern sogar zum besten Kampf des Jahres.

Noch eines haben Florian und Guida gemeinsam: Ihre Brüder sind ein wichtiger Teil bei den Vorbereitungen auf ihre Kämpfe. Keith Florian ist selbst ein Schwarzgurt im brasilianischen Jiu-Jitsu und koordiniert das komplette Trainingscamp von Kenny. Der Profikämpfer Jason Guida ist einer der wichtigsten Trainingspartner von Clay, aber ihre Mutter ist es, die bei jedem Kampf für dieses kleine bisschen an Extramotivation sorgt.

„Manche Eltern sind gegen den Sport“, erzählt der 28 Jahre alte Guida, „und das ist okay, denn er ist nicht jedermanns Sache. Unser Sport ist ein bisschen anders als Basketball oder Football. Meine Mama hat sich immer bei Footballspielen, Ringerwettkämpfen und Baseballspielen die Seele aus dem Leib gebrüllt, aber mit Mixed Martial Arts ist das nicht zu vergleichen. Meine Eltern stehen völlig hinter mir. Das macht es für mich um ein vielfaches leichter, das zu tun, was ich liebe. Ich weiß, dass sie liebend gerne dabei zusehen und sie dann sehr emotional werden. Ich denke, dass sie die größten Unterstützer und Fans des Sports und der ganzen Kämpfer sind. Sie lieben einfach jeden. Es ist schön, zu wissen, dass sie zu 110% für mich da sind. So kann ich leichter trainieren und ich bekomme immer positives Feedback von ihnen.“

Nach einigen Startschwierigkeiten in der UFC feierte Guida in den letzten beiden Jahren drei Siege hintereinander, darunter auch über die TUF-Gewinner Mac Danzig und Nate Diaz. Doch im Juni dieses Jahres vergab er die Chance, in dem Leichtgewichtstitelkampf bei UFC 107 zu stehen, als er äußerst knapp gegen Diego Sanchez verlor. Hätte er diesen Kampf gewonnen, würde er nun an dessen Stelle gegen BJ Penn um den Gürtel antreten können.

„Clay Guida ist ein großartiger Kämpfer“, lobt ihn sein Gegner Kenny Florian. „Er ist einer, der mich die ganze Zeit angreifen wird, daher muss ich dafür sorgen, dass sein Leben ebenfalls miserabel sein wird. Man muss sich in einer fantastischen körperlichen Verfassung befinden, um ihn zu besiegen und man muss ihm seine Stärken nehmen. Ich glaube, das wären seine Fähigkeiten zu ringen und sich aus schwierigen Situationen zu befreien und daran habe ich gearbeitet. An diesem Kampf ist interessant, dass das Ringen eine meiner schwächeren und wahrscheinlich die stärkste seiner Disziplinen ist. Er versucht, seine Gegner müde zu machen, aber ich bin jemand, der noch nie müde gemacht wurde. Deswegen freue ich mich darauf, meine Fähigkeiten gegen jemanden zu testen, der genau das versuchen wird. Er ist ein Wirbelwind und ich bewundere ihn sehr, weil er ein echter Kämpfer ist. Er legt immer eine tolle Show hin und er könnte in der UFC ungeschlagen sein. Wenn man sich mal alle seine Kämpfe ansieht, wird klar, dass seine Punktniederlagen so oder so hätten ausgehen können. Und seinen Kampf gegen Roger Huerta hat er bis kurz vor Schluss dominiert, ehe er dann schließlich zur Aufgabe gezwungen wurde. Guida ist eines der besten Leichtgewichte der Welt, einer der zähesten Kämpfer in der UFC und man darf mit ihm nicht über die vollen drei Runden gehen, denn dann kann es so oder so ausgehen. Also werde ich versuchen, an ihm ein Exempel zu statuieren und ihn auszuschalten.“

Das ist leichter gesagt als getan, denn Guida wurde in der UFC bislang nur ein einziges Mal vorzeitig besiegt. In seinem Kampf gegen Sanchez beim Finale von The Ultimate Fighter 9 wurde er von einem harten Kick gefällt und musste unzählige Aufwärtshaken und Kniestöße einstecken, aber er gab einfach nicht klein bei.

„Es war, als würde jemand die ganze Zeit auf mich schießen und ich habe einfach versucht, den Kugeln aus dem Weg zu gehen“, erklärt Guida die aufregende erste Runde gegen Sanchez. „Es ist sehr schwer, für diese Schlacht passende Worte zu finden, denn es ist ja offensichtlich, dass ich anfangs mit Schlägen, Tritten und Kniestößen bombardiert wurde und dann fing ich mir auch noch einen Tritt zum Kiefer ein. Aber ich schlug zurück und zeigte den Leuten, woraus ein wahrer Krieger gemacht ist. Ich verzweifle nie, nichts kann meine Rüstung zerstören. Ich werde immer zurückkommen und noch härter zurückschlagen.“

Während Guida noch auf seine Chance wartet, durfte Kenny Florian bereits um den Leichtgewichtstitel kämpfen. Im August erst forderte er BJ Penn heraus. Das war seine zweite Chance auf den Gürtel, nachdem er zuvor Sean Sherk im Oktober 2006 nach Punkten unterlag. Florian gewann anschließend sechsmal hintereinander, um sich für einen erneuten Titelkampf zu empfehlen. Er machte dem Champion schwer zu schaffen, doch in der vierten Runde wurde Penns Überlegenheit immer klarer und er zwang Florian zur Aufgabe. Zweimal ist der 33-Jährige schon gescheitert, doch für ihn gilt: Aller guten Dinge sind drei!

„Der Titel ist noch immer mein oberstes Ziel“, sagt Florian. „Darum bleibe ich weiter am Ball, ich weiß, dass ich es schaffen kann. Wenn ich mir anschaue, was ich alles mache, dann weiß ich einfach, dass ich noch eine Chance erhalten werde. Ich weiß, dass ich die Besten der Welt schlagen kann. Der Titel ist immer noch mein Ziel und ich werde auf gar keinen Fall aufgeben. Wenn ich dieses Ziel nicht mehr vor Augen habe, weiß ich, dass es Zeit für einen Rücktritt ist. Ich habe nicht mit diesem Sport angefangen, um reich und berühmt zu werden oder den Leuten eine Show zu liefern. So komisch das klingen mag, es geht um mich und mein Wachstum als Kämpfer. Sobald das zugrunde geht, ist es für mich an der Zeit, die Faustschützer an den Nagel zu hängen.“

Zu diesem Optimismus wird Florian von Penn persönlich inspiriert und motiviert. „BJ Penn ist das perfekte Beispiel“, erklärt er. „Er konnte den Leichtgewichtstitel nicht beim ersten Versuch und auch nicht beim zweiten Versuch gewinnen. Aber beim dritten Versuch ist es ihm dann gelungen und ich hoffe, dass es bei mir genauso laufen wird.“

Für ihren Kampf am 12. Dezember haben Guida und Florian ihre Vorbereitung einer Generalüberholung unterzogen. Guida trainierte erstmals bei Meistertrainer Greg Jackson, der Georges St. Pierre und Rashad Evans betreut, während Florian sich zu einem anderen Trainer von St. Pierre begab: Firas Zahabi. Der brachte die Fähigkeiten von GSP im Stand auf ein neues Level und Florian hofft, dass Zahabi bei ihm dasselbe gelingt.

„Das wird DER Kampf schlechthin“, kündigt Guida an. „Der Hauptkampf wird super, aber Kenny und ich werden ebenfalls einen grandiosen Kampf hinlegen. Ihr habt hier zwei Jungs, deren Kampfstile sich überhaupt nicht ähneln. Wir sind völlig verschieden. Er ist ein präziser Striker, ein Techniker. Ihn stört es nicht, von seinem Rücken aus zu kämpfen und er kann die Gegner sehr gut aus der Oberlage bezwingen. Ich hingegen drücke stets aufs Gaspedal und sorge dafür, dass meine Gegner Fehler machen, damit ich den Kampf dorthin verlagern kann, wo ich ihn haben will. Ich weiß, wo ich gefährlich bin und auch jeder andere weiß, wo ich gefährlich bin. Wir haben es hier mit zwei unterschiedlichen Stilen zu tun und das ist die Grundlage für eine weitere atemberaubende Schlacht. Letzten Endes werden die Fans gewinnen.“
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben