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Autor Thema: Bundesliga 2009/10  (Gelesen 10985 mal)

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eZ Money a.k.a Beverly Bill$

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Antw:Bundesliga 2009/10
« Antwort #90 am: 19 November 2009, 00:31:33 »
yo ich versteh deine sicht der dinge schon, glaube ich würde mich in deiner situation auch aufregen, aber das projekt hoffenheim als tod des fußballs zu bezeichnen (wie man es ja immerwieder zu hören kriegt) finde ich halt auch nicht richtig und muss widersprechen  :erstaunte_021:

jop, wenn das ein club oder eine handvoll club so machen, trägt das konzept ja durchaus früchte und zeigt, dass man damit erfolg haben kann, aber stelle dir das szenario vor, wenn alle clubs so handeln würden. ein fussballbrachland würde entstehen
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ich nenn dich Marc Dutroux,
denn bei dir ist die Stimmung im Keller

goede

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Antw:Bundesliga 2009/10
« Antwort #91 am: 2 Januar 2010, 12:33:50 »
Zitat
Exodus der Stars
Neue Steuergesetze in England und Spanien stärken die Chancen der Bundesligaclubs.

Der Mann aus dem Morgenland hatte sich für umgerechnet 258 Millionen Euro ein neues Spielzeug geleistet, und, bei Allah, er wollte Spaß damit haben. Kaum hatte Scheich Mansur bin Sajed al-Nahjan aus Abu Dhabi, dessen Investmentgruppe ADUG ein Vermögen von einer Billion US-Dollar verwaltet (was 1000 Milliarden entspricht), den englischen Erstligisten Manchester City erstanden, da sollte schnellstmöglich die gnadenlose Aufrüstung des Kaders beginnen.

165 Millionen Euro Ablöse für den portugiesischen Weltfußballer Cristiano Ronaldo sollten, wenn nötig, an den Stadtrivalen Manchester United fließen. 125 Millionen wurden dem AC Mailand für einen Wechsel des brasilianischen Extrakönners Kaká avisiert. Ein hübscher Batzen lag auch für den italienischen Meister Inter Mailand parat, falls Schwedens Ausnahmestürmer Zlatan Ibrahimovic vom Haken gelassen würde. Allen drei Kickern sollen Jahreseinkommen in achtstelliger Höhe offeriert worden sein. Kaká, so sickerte durch, eine Wochengage von umgerechnet etwa 290000 Euro, mithin rund 15 Millionen Euro pro Saison.

Allein, die Kicker bockten. Komischerweise funktionierte keines der Lockangebote. Die ach so begehrten Profis wechselten nicht zu ManCity, sondern zu Real Madrid oder dem FC Barcelona. Eviva España.

Die große Legionärswanderung vom britischen Eiland auf die Iberische Halbinsel erschien vielen Beobachtern im vergangenen Sommer unverständlich. Seit wann, so die Fragen der Fans, verzichten die Mega-Ich-AGs des Business (freiwillig) auf etliche Millionen?

Der fachmännische Blick auf die anstehenden Steuergesetzesänderungen in Europa bringt nun aber, je näher die Novellen rücken, die Aufklärung. Von April 2010 an steigt in England der Spitzensteuersatz von 40 auf satte 50 Prozent. „Die neue Steuergesetzgebung und der Kollaps des britischen Pfundes bedeuten, dass es mit der Dominanz der Premier League zu Ende geht. Das ist sicher“, sagte jüngst Arsenal-London-Trainer Arsène Wenger. „Die Vereine werden finanzielle Probleme bekommen.“ Vor diesem Hintergrund wird die überraschend hohe Zahl der Megatransfers zur aktuellen Saison verständlich: Sie waren im Grunde ein Vorgriff auf die sich ändernden Abgaben- und Finanzmachtverhältnisse in Europa. Cristiano Ronaldo, Kaká und Weltklassestürmer Karim Benzema (von Olympique Lyon) wechselten nämlich keineswegs allein wegen der besseren sportlichen Perspektive für insgesamt knapp 200 Millionen Euro zu Real Madrid und Ibrahimovic für einen Paketpreis (Geld- und Personalzuwendungen) von rund 75 Millionen zum FC Barcelona. Wie Insider wissen, kamen die Hochkaräter vor allem auch deshalb auf die Iberische Halbinsel, weil sie dort ihre überdimensionierten Gagen von bis zu 13 Millionen Euro – allen Steueränderungen zum Trotz – vorerst weiter netto einsacken.

Die spanischen Vereine stocken bei exquisiten Kickern für gewöhnlich den Betrag bis zum Bruttogehalt auf, nutzen dabei allerdings ein fiskalisches Hintertürchen zur Abgabenminimierung. Von Januar 2010 an wird zwar das Gesetz gekippt, das ausländische Fußballprofis mit Jahresgagen jenseits von 600000 Euro in den ersten sechs Jahren ihres Gastspiels lediglich zur Zahlung des Eingangssteuersatzes von 24 Prozent verpflichtet. Das Bonusprogramm für Spaniens Clubs aber bleibt, das signalisierte die Politik schon beizeiten – zumindest für eine Übergangsfrist: Jeder Altvertrag, der vor dem Stichtag 1.1.2010 fixiert worden ist, wird gemäß der alten Steuergesetze behandelt.Im Extremfall bedeutet dies für die im Sommer verpflichteten Großverdiener einen Eingangssteuersatz von 24 Prozent bis in das Jahr 2015 hinein – und eben keinen Spitzenabgabesatz von 43 Prozent.  Was Wunder, dass alle edlen Neuzugänge im vergangenen Sommer langfristige (Steuervorteil-)Verträge unterzeichneten. Allein Ibrahimovic blieb mit einem Kontrakt bis 2014 unter dem Limit.

Für die Zukunft des europäischen Wettbewerbs haben die Steueränderungen in England und Spanien dennoch wegweisenden Charakter. Weil das nächste Transferfenster erst im Januar öffnet und damit keine neuen Steuersparverträge mehr fixiert werden können, sind die Chancen der interna-tional nachgefragten Bundesliga-Top-Stars wie Schalkes Torwart Manuel Neuer, Bremens Filigrantechniker Mesut Özil, des FC-Bayern-Weltklasseverteidigers Philipp Lahm oder auch des französischen Zauberfüßlers Franck Ribéry auf einen Lotto-Jackpot-Vertrag nach altem Muster definitiv abgehakt. „Wird die Verpflichtung von Ribéry durch einen spanischen Club nun schwerer?“, fragt Spaniens Sportrechtsspezialist Javier Hernández Galante in der Zeitung „Marca“ – um gleich die Antwort zu geben: „Ohne Zweifel, ja.“

José Luis Astiazarán, Chef des inzwischen auch vom Wettskandal gebeutelten spanischen Ligaverbands, rechnet mit Mehrbelastungen für die mitunter bis zu einer halben Milliarde Euro verschuldeten Erstligaclubs in Höhe von jährlich „bis zu 100 Millionen Euro“. Und weil die englischen Vereine in Zukunft erhebliche Abgaben auf etwaige Alt-Nettoverträge draufsatteln müssen, drohen den Brit-Clubs wirtschaftliche Schieflagen, Abspeckprogramme – und ein anhaltender Exodus der Top-Profis.

Des einen Zusatzkosten, des anderen Freud. Die Clubs der Bundesliga werden durch die neuen Steuergesetze deutlich konkurrenzfähiger. „Für Europa ist es ein Schritt hin zu einer gerechteren Fußball-Welt“, sagt FC-Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. „Die Reform wird uns wettbewerbsfähiger machen, weil die Kosten sich angleichen.“ Ähnlich beurteilt auch Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen, die veränderten Marktchancen: „Profis mit guter Verhandlungsposition und hoher Nachfrage werden auch für deutsche Vereine interessanter und erreichbarer.“

Quelle:
http://www.focus.de/sport/mehrsport/tid-16706/fussball-exodus-der-stars_aid_460542.html

 
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