Wie ich bereits erwähnt habe, entspricht dies ja auch nicht meinem Denken.Das waren doch die ganzen 68er und Nachzügler, die das zum Teil glorifiziert haben.Für mich hat eigentlich nur der Tatendrang Charme. Endlich mal raus aus der tödlichen Mitte, bisschen Farbe zeigen usw..
meine Form ist ja der DADAISMUS als eine Art Grundwiese für mein künstlerisches Dasein.
Berlin (dpa) - Mehr als 40 Jahre nach dem tödlichen Schuss auf den Studenten Benno Ohnesorg haben Enthüllungen über eine mögliche Stasi-Verwicklung eine Debatte über die Neubewertung der Studentenbewegung ausgelöst.2. Mai 2009 18:44 UhrDer Hamburger Politologe Wolfgang Kraushaar sagte am Freitag, die neuen Erkenntnisse über den Täter würden ausreichen, «die Geschichte des 2. Juni 1967 neu zu schreiben». Der Historiker Manfred Wilke hielt der Birthler-Behörde vor, den verdeckten Einfluss der SED auf die bundesdeutsche Politik nicht systematisch genug zu erforschen. Der Politikprofessor Gerd Langguth hält angesichts der neuen Informationen eine Prüfung auf einen Stasi-Zusammenhang auch im Fall Rudi Dutschke für nötig.Neue Stasiakten tauchen einen Schicksalstag der deutschen Studentenbewegung in ein neues Licht. Nach Erkenntnissen von Forschern der Birthler-Behörde wurde Ohnesorg am 2. Juni 1967 von einem Stasi-Agenten erschossen. Demnach hatte sich der Todesschütze, der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, bereits 1955 gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR verpflichtet, die West-Berliner Polizei auszuspähen. Zudem war er Mitglied der DDR- Staatspartei SED, wie ein archivierter Parteiausweis aus seiner Stasiakte zu belegen scheint. Der Forschungsbericht lag am Freitag unter anderem auch der Deutschen Presse-Agentur dpa vor.Die Berliner Polizeibehörde teilte am Freitag mit, sie habe weder vor 1967 noch danach Hinweise auf eine Agententätigkeit des heute 81-Jährigen gehabt. Andere offizielle Stellen wollten sich nicht zu den neuen Erkenntnissen äußern. Kurras war in zwei Verfahren 1967 und 1970 mangels Beweisen vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Der 81-Jährige lebt heute in Berlin-Spandau. In «bild.de» sagte Kurras auf die Frage nach seiner Stasi-Verwicklung: «Gar nichts. Ich soll das schon seit 1955 sein. Gab es da überhaupt schon die Stasi?»Ob es zu einem neuen Prozess gegen Kurras kommen wird, ist fraglich. Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni und stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS), Carl-Wolfgang Holzapfel, hat nach eigenen Angaben in einem Polizeirevier in Berlin-Charlottenburg Strafanzeige gegen den 81-Jährigen erstattet. Diese wird in den nächsten Wochen von der Staatsanwaltschaft geprüft. Offen sei, ob daraus ein Wiederaufnahme-Verfahren gegen Kurras folgt, sagte Richter Robert Bäumel vom Berliner Landgericht am Freitag der dpa.Ein erneutes Verfahren könnte laut Bäumel nur eingeleitet werden, wenn neue Beweismittel da sind. Zudem müsse geprüft werden, ob die Tat nicht verjährt ist.Die jüngsten Enthüllungen hätten nach Auffassung von Ex-Bundesinnenminister Otto Schily den damaligen Prozess um den Tod des Studenten verändert. «Ganz sicher wäre die Verwirrung groß gewesen, über die sonstigen Merkwürdigkeiten im Verfahren hinaus», sagte Schily der «Bild»-Zeitung (Freitag). Auch für ihn als Nebenkläger- Vertreter von Ohnesorgs Vater «hätten die jetzt bekanntgewordenen Fakten die Prozesssituation sicherlich verändert».Der Politikwissenschaftler Langguth forderte eine komplette Überprüfung des Falles Benno Ohnesorg. «Die neuen Informationen sind für mich nicht völlig überraschend. Es war bekannt, dass die Berliner Sicherheitsbehörden, auch der Berliner Verfassungsschutz, durch die Staatssicherheit unterwandert waren.» Nach Ansicht Langguths sollte die Birthler-Behörde jetzt auch untersuchen, ob die Schüsse auf Dutschke 1968 einen möglichen Stasi-Hintergrund hatten. Der 1961 aus der DDR nach West-Berlin übergesiedelte Studentenführer hatte das Attentat schwer verletzt überlebt, starb aber 1979 an den Spätfolgen.