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Autor Thema: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert  (Gelesen 4644 mal)

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Dördey

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Re: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert
« Antwort #15 am: 23 Oktober 2008, 15:16:09 »
zu dem thema kann ich nur  das Buch Josef Joffe "Hypermacht USA" empfehlen... is bei weitem nicht so populistisch wie Titel und Untertitel erahnen lassen  :erstaunte_033:  :finger_054:




Es gibt ja die Theorie dass das bipolare system des kalten krieges, sprich 2 supermächte die die welt unter sich aufgeteilt haben, eine sicherere internationale konstellation ist als das unipolare system mit einer supermacht wie wir es momentan haben. bei ner bipolaren konstellation in der beide mächte ungefähr gleich stark sind, beginnt keiner einen großen krieg da das risiko zu groß ist einen supermachtsstatus einzubüßen.
Dem gegenüber gibt es aber bei einer von einem hegemon dominierten welt überall tendenzen zur bildung weiterer supermächte oder superallianzen die in konkurrenz zum hegemon treten können, zB die EU, China, das wiedererstarken russlands etc.
Beim zukünftigen Scheitern der UN und NATO könnte es zu einem multipolaren system kommen was das gefährlichste is, da es mehrere supermächte gibt, die in verschiedenen konstellationen militärisch oder wirtschaftlich kooperieren können um andere mächte aus dem geschäft zu drängen...
In dem zusammenhang hab ich letztens auch was von einem bekannten politikwissenschaftler gelesen, der schon in den 60er Jahren angekündigt hat, dass Russland im Kalten Krieg wegen mangelnder Finanzkraft unterlegen sein wird, die USA dann einige jahre die Hypermacht sind, letztendlich aber in einer wirtschaftskrise ihren vorrangstatus einbüßen werden und daraus ein multipolares system entsteht... also 50% sind schon mal eingetroffen, ich hoffe die anderen 50% bleiben aus, ansonsten gibts chaos  :erstaunte_021:
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Re: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert
« Antwort #16 am: 23 Oktober 2008, 15:48:53 »
ich denke das ende der us-hegemonie ist bereits absehbar bzw. hat bereits begonnen, gerade die jetzt zusammenbrechende konsumblase hat da ein übermäßiges wirtschaftsvolumen suggeriert...und militärisch hat sich ja nun auch gezeigt, dass die usa schon mit viel weniger überfordert sind, als sie ursprünglich gedacht haben....in den usa haben übrigens bereits viele seriöse wissenschaftler und journalisten erkannt, dass es der supermacht nicht mehr so super geht....was danach kommt ist die frage, aber es scheint wohl in richtung multipolarität hinauszulaufen, china, indien, russland, usa.... gerade in der situation wäre eine einheitliche verteidigungs und sicherheitspolitik in europa wichtig, um sich da positionieren zu können......und mit der bipolaren welt war es ja wohl auch nicht so weit her, wie man das hier bei uns gerne geglaubt hat bzw. uns glauben machen wollte....wie dörd schon gesagt hat war der finanzielle zusammenbruch der udssr wohl früh absehbar bzw. waren die in wirtschaftlicher hinsicht nie ernsthafte konkurrenz für die usa.......interessant wäre die frage, ob das übergewicht auch dann so groß gewesen wäre, wenn die usa nicht sone gigantische konsumblase geschaffen hätten.......also insgesamt empfehle ich peter scholl-latour als EU-Super-Außen und Verteidigungsminister und dann Dörd und ich als Nachfolge-Tandem  :crackzahn:
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Re: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert
« Antwort #17 am: 23 Oktober 2008, 16:20:06 »
haha richtich, wenn wir die fäden im hintergrund ziehen würden ginge es definitiv bergauf  :finger_021:

aber dass die usa als sieger aus dem kalten krieg hervorgehen war schon mal aufgrund des kapitalistischen wirtschaftssystems klar. war nur eine frage der zeit dass sich die russen mit ihrer planwirtschaft selbst in den ruin treiben und die bevölkerung sich gegen die parteielite auflehnt... genau das wird auch china im wettlauf um den rang als zukünftige supermacht das genick brechen wenn es darauf ankommt, ich weiß nicht ob die selber davon überzeugt sind, dass sie bei dem wirtschaftswachstum etc. in 10 jahren immer noch so günstig produzieren können wie heute... die löhne werden da gewaltig angehoben werden müssen ansosnten gehts ab auf den straßen der chinesischen industriezentren... und wenn die löhne und das preisniveau erstmal einigermaßen an die industrienationen angepasst sind wird sich zeigen wie stabil die chinesische wirtschaft wirklich ist...
auch die russische wirtschaft schätze ich nicht als besonders stark ein, da alles auf rohstoffen wie öl und gas fußt... wenn un-weit ersteinmal diese ganzen umweltschutzmaßnahmen konsequent durchgesetzt werden werden alternative energien sowieso noch mehr boomen und dann sitzen die russen, die heute mit geld nur so um sich werfen wieder genauso in der scheiße wie vor 15 jahren, als wir ihnen ihre staatschulden erlassen mussten  :doublewave:

Also um grunde haben die usa und die eu schon die besten voraussetzungen für eine kommende multipolare welt... da kann man wirklich mal gespannt sein wie sich das entwickelt...
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Re: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert
« Antwort #18 am: 24 Oktober 2008, 10:59:06 »
genau das wird auch china im wettlauf um den rang als zukünftige supermacht das genick brechen wenn es darauf ankommt, ich weiß nicht ob die selber davon überzeugt sind, dass sie bei dem wirtschaftswachstum etc. in 10 jahren immer noch so günstig produzieren können wie heute... die löhne werden da gewaltig angehoben werden müssen ansosnten gehts ab auf den straßen der chinesischen industriezentren...

Du hast dabei eine Sache übersehen. Die Asiaten haben eine andere Mentalität als Europäer, Amerikaner oder gar Afrikaner.
Asiaten sind Duckmäuser und ordnen sich gerne unter. Das macht sie zu perfekten Befehlsempfängern und in Demokratien zu perfekten unterordnenden Dienstleistern. Das ist auch der Grund wieso sich sowohl Nord- als auch Südkoreaner eine Wiedervereinigung überhaupt nicht vorstellen können.

Das ganze hat wahrscheinlich seinen Ursprung in der extremen Bevölkerungsdichte dort. Stell dir vor die wären so heißblütig wie Afrikaner und würden sich nicht gern an Regeln halten, es würde das Chaos ausbrechen.
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Re: Deutsche Kampftruppe für Afghanistan angefordert
« Antwort #19 am: 24 Oktober 2008, 12:18:10 »
jaja, genauso heißt es auch immer "der typische deutsche wäre nicht für di revolution gemacht" das is aber ein geschmarr... klar blicken andere länder auf eine weitaus "revolutionärere" geschichte zurück, trotzdem lag es mit sicherheit nicht an der deutschen mentalität, dass revolutionen nicht in der form zustande gekommen sind wie zB in Frankreich...

Und die ostasiatischen staaten blicken teilweise auf eine lange geschichte aus revolutionen und aufständen zurück , was mir spontan einfällt sind natürlich die blutigen kommunistischen revolutionen in china, vietnam, kambodscha, korea, die separatistische bewegung taiwans sowie der boxeraufstand der chinesen vor dem ersten weltkrieg und erst aus neuester Zeit der bürgerkrieg in sri lanka und der aufstand der tibeter ggü china usw. also von einer "duckmäusermentalität" kann man da kaum sprechen...  :erstaunte_021:
« Letzte Änderung: 24 Oktober 2008, 12:19:58 von D »
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